Wirtschaft

Justiz will GameStop-Vorfälle prüfen

Die Vorfälle rund um die Spekulation mit Aktien des Videospielhändlers GameStop an der US-Börse rufen nun auch Justizbehörden auf den Plan. Der texanische Generalstaatsanwalt Ken Paxton teilte am Freitag (Ortszeit) mit, Informationen von Robinhood und einer Reihe weiterer Onlinebroker angefordert zu haben, um herauszufinden, ob bei den Beschränkungen des Handels mit Aktien von GameStop und einigen anderen Firmen alles mit rechten Dingen zugegangen sei.

Neben Handelsplattformen wie Robinhood forderte Paxton auch interne Unterlagen von der Plattform Discord an. Die Betreiber der Chat-App hatten den Kanal von Wallstreetbets zeitweise gesperrt. Über das Forum kommunizierten Kleinanleger, die die Kampagne zum Ankauf der GameStop-Aktie ins Rollen gebracht hatten.

Die Kleinanleger von Wallstreetbets hatten zuvor dafür gesorgt, dass der Kurs von GameStop unerwartet in die Höhe schnellte. Die von ihnen genutzten Onlinebroker Apps wie Robinhood hatten daraufhin den Handel mit GameStop eingeschränkt.

Wirtschaftlich steht die Kette GameStop, die über Ladengeschäfte Videospiele verkauft, eigentlich schlecht da. Hedgefonds hatten deshalb auf einen Verfall der Aktie gewettet. Aufgrund der Hobbyanleger mussten sie diese Woche jedoch Verluste hinnehmen. (Mehr zu den Hintergründen des wahnwitzigen Wettstreits zwischen Hobbyanlegern und Hedgefonds lesen Sie hier.)

Generalstaatsanwalt Paxton behauptete in einer Stellungnahme, dass es offensichtlich Absprachen zwischen Hedgefonds, Handelsplattformen und Webplattformen gegeben habe, um deren Marktdominanz zu schützen. »Das stinkt nach Korruption«, so Paxton. In einem Tweet sprach er außerdem in verschwörungsideologischer Rhetorik von einer »Kabale von Oligarchen«, die man diese Woche habe beobachten können.

Paxton sieht sich aber selbst mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert. Laut Medienberichten vom Dezember soll das FBI gegen den Generalstaatsanwalt ermitteln. In einem offenen Brief werfen mehrere ehemalige hochrangige Mitarbeiter Paxton Bestechlichkeit und Amtsmissbrauch vor.

QUELLE

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