Wirtschaft

Das sind die letzten kostenlosen Girokonten

Das kostenlose Girokonto ist weiter auf dem Rückzug. Gerade mal 31 Anbieter mit Gratiskonten zählt das Finanzportal Biallo noch bundesweit. Vor einem Jahr waren es laut der Auswertung der Plattform noch mehr als 70. Selbst im März waren es noch sieben kostenlose Angebote mehr.

31 kostenlose Girokonten – das erscheint umso weniger, wenn man berücksichtigt, dass die Finanzexperten von Biallo die Preis- und Leistungsverzeichnisse von fast 1300 Banken und Sparkassen durchsucht haben. Da die Zinsen für die Banken seit Längerem niedrig oder sogar negativ sind, sehen sich die meisten Institute gezwungen, sich das Geld von ihren Kunden in Form von Gebühren zu holen.

Um in der Auswertung als kostenlos zu gelten, darf für das Girokonto weder eine monatliche Grundgebühr fällig werden, noch dürfen Kosten für Girocard und Überweisungen anfallen. Zudem soll das Konto auch kostenlos sein, ohne dass ein bestimmter monatlicher Geldeingang verlangt wird.

Wenige sind kostenlos ohne Wenn und Aber

Diese Kriterien erfüllen gerade mal drei überregionale Filialbanken: Hypovereinsbank, Degussa und Santander. Unter den regionalen Anbietern bieten noch einzelne Volksbanken, PSD-Banken und Sparda-Banken ein kostenloses Girokonto.

Darüberhinaus gibt es einige reine Online-Banken mit Gratiskonto. Biallo empfiehlt unter diesen vor allem das DKB Cash-Konto, bei dem auch eine kostenlose Kreditkarte inkludiert ist. Ab einem monatlichen Geldeingang von 700 Euro ist damit zudem das Geldabheben weltweit kostenlos.

Wer mindestens 700 Euro Geldeingang im Monat hat, für den sind weitere Girokonten kostenlos, die nicht unter die ganz strenge Definition der Gratiskonten fallen. Das trifft etwa auf das beliebte ING-Konto ebenso zu wie auf die Konten von Commerzbank und Comdirect. Bei anderen Banken kommt man teils mit noch höheren Geldeingängen in den Genuss der Gebührenfreiheit, bei der Postbank beispielsweise sind es 3000 Euro.

Von den bundesweit 376 Sparkassen bietet keine ein echt kostenloses Girokonto an. Einige verzichten zwar auf Grundgebühren, verlangen dafür aber Geld für jede Überweisung oder einen jährlichen Betrag für die Girocard. Wer Sparkassenkunde ist, sollte genau hinschauen, welche Gebühren bei ihm fällig werden, denn die Spanne reicht hier von fast kostenlosen Konten bis hin zu unnötig teuren Gebührenschluckern.

QUELLE

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