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US-Präsident Joe Biden verhängt neue Einreiseverbote

Der neue US-Präsident Joe Biden hat die von seinem Amtsvorgänger Donald Trump verfügte Aufhebung der Corona-Einreisesperre wieder rückgängig gemacht. Im Nachbarland Mexiko ist der Staatspräsident an COVID-19 erkrankt.

In den USA bleiben die seit März 2020 geltenden Einreiseverbote für Reisende aus großen Teilen der Europäischen Union und Großbritannien in Kraft. Das teilte ein Mitarbeiter des Weißen Hauses mit. Auch die seit Mai vergangenen Jahres gültigen Einreiseverbote für Menschen, die aus Brasilien in die Vereinigten Staaten reisen wollen, bleiben bestehen.

Ferner wolle der seit Mittwoch amtierende neue US-Präsident Joe Biden eine zusätzliche Einreisesperre für Menschen verhängen, die kürzlich in Südafrika waren. Nicht betroffen sind US-Bürger, die sich in diesen Ländern aufgehalten haben.

Schutzmaßnahmen gegen neue Coronavirus-Varianten

Die Entscheidung des neuen US-Präsidenten kommt nicht überraschend. Nachdem sein Vorgänger Donald Trump Anfang vergangener Woche als eine seiner letzten Amtshandlungen die Aufhebung der Einreisesperren für Reisende aus den meisten EU-Ländern und Großbritannien angeordnet hatte, hatte sich Biden bereits gegen die Maßnahme positioniert. Die Aufhebung der Einreiseverbote hätte an diesem Dienstag in Kraft treten sollen.

Nun bleiben die Grenzen für Reisende aus den genannten Ländern weiter geschlossen. Grund sind die neuen, als ansteckender geltenden Coronavirus-Varianten. Die zuerst in Großbritannien und Südafrika aufgetreten Mutationen wurden inzwischen auch in einzelnen EU-Ländern nachgewiesen, unter anderem in Deutschland. In den USA ist die von britischen Wissenschaftlern entdeckte Variante mit der Bezeichnung B.1.1.7 bereits in 20 Bundesstaaten aufgetreten, die zuerst in Südafrika nachgewiesene Mutation wurde in den Vereinigten Staaten dagegen bislang noch nicht gefunden.

Die erneuerten Einreiseverbote sind Teil eines ganzen Maßnahmenbündels zur Eindämmung der Corona-Pandemie, das Biden in Kraft gesetzt hat. So ordnete er unter anderem bereits an, dass sich aus dem Ausland eintreffende Flugreisende in Quarantäne begeben müssen.

Mexikos Staatspräsident López Obrador an COVID-19 erkrankt

In Mexiko machte Staatspräsident Andrés Manuel López Obrador bekannt, dass er an COVID-19 erkrankt ist. Er sei positiv auf das Coronavirus getestet worden, habe leichte Symptome und werde medizinisch behandelt, teilte der 67-Jährige mit. Das Staatsoberhaupt wird weiterhin einen Teil der Regierungsgeschäfte wahrnehmen, andere übernimmt die Innenministerin Olga Sánchez Cordero.

López Obrador steht aufgrund seines laxen Umgangs mit dem Coronavirus in der Kritik. Immer wieder hatte er die Gefahren heruntergespielt und sich geweigert, bei öffentlichen Veranstaltungen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Er werde eine Maske erst tragen, wenn in Mexiko die Korruption ausgelöscht sei, erklärte er. Eine Maskenpflicht lehnte er ab, weil sie die Freiheit einschränke. Auch in der Pandemie reiste er weiterhin in Linienflugzeugen.

Mexiko ist nach offiziellen Zahlen das Land mit den viertmeisten Todesfällen infolge der Corona-Pandemie – knapp 150.000 Todesopfer wurden bislang registriert. Allerdings wird in dem nordamerikanischen Land mit fast 130 Millionen Einwohnern – Platz zehn der bevölkerungsreichsten Länder – äußerst wenig auf das Virus getestet. Die mexikanische Regierung hat trotz der Pandemie bislang keine Ausgangsbeschränkungen verhängt und die Grenzen des Landes nicht geschlossen.

QUELLE

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