Politik

Söder lädt Unionskanzlerkandidat Laschet ein

Im Ringen um die Unionskanzlerkandidatur hat sich der CDU-Vorsitzende Armin Laschet durchgesetzt – aber vor allem an Rückendeckung aus der Partei des unterlegenen CSU-Chefs Markus Söder mangelte es bislang.

Auch bei den Christsozialen dürfte es deshalb manchen überraschen, dass ihr Vorsitzender den Kanzlerkandidaten nun zum Auftakt des CSU-Programmprozesses eingeladen hat: Laschet wird am Donnerstagabend um 18 Uhr bei der virtuellen Mitgliederkonferenz ein Grußwort halten, anschließend sprechen CSU-Chef Söder und der Landesgruppenvorsitzende Alexander Dobrindt.

»Das ist ein starkes Signal zur heißen Phase unserer Programmarbeit«, sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume dem SPIEGEL. »Niemand sollte an der Geschlossenheit und der Entschlossenheit der Union in diesem Wahlkampf zweifeln.«

Eingeladen zu der Veranstaltung am Donnerstag sind alle 140.000 Mitglieder der CSU. Der Programmprozess der CSU in den folgenden zwei Wochen steht unter dem Motto »Deutschland stark machen«. Die dabei erarbeiteten Programmpunkte sollen dann in das gemeinsame Unionsregierungsprogramm mit der CDU einfließen. Am 21. Juni wird es vorgestellt.

Zuletzt hatten führende Vertreter der CSU den Eindruck vermittelt, als glaubten sie sogar noch daran, den ungeliebten Kanzlerkandidaten Laschet am Ende doch durch ihren Parteichef Söder ersetzen zu können. Die andauernden Sticheleien aus München sorgten in der CDU-Führung für zunehmende Verärgerung.

Angesichts der schwachen Umfragewerte für die Union – in manchen Befragungen ist man hinter die Grünen zurückgefallen – und ihren Kanzlerkandidaten ist allerdings die Unruhe generell groß bei CDU und CSU.

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