Gesellschaft

19 Leichen in ausgebranntem Lastwagen in Mexiko entdeckt

Nach einem Massaker in Mexiko an 19 Personen, unter ihnen vermutlich mehrere Migranten aus Guatemala, wächst der Unmut in Mexiko und in Guatemala. Vor gut einer Woche wurden im nordmexikanischen Bundesstaat Tamaulipas in einem ausgebrannten Lieferwagen 19 verkohlte Leichen entdeckt. Die meisten wiesen Schussverletzungen auf. Inzwischen konnten die ersten vier Toten identifiziert werden. Es handelt sich um zwei Mexikaner sowie zwei Guatemalteken.

Familien in Guatemala, deren Angehörige sich auf dem Weg Richtung Vereinigte Staaten befinden, befürchten, dass es sich um ihre Verwandten handeln könnte. Sie fordern von den mexikanischen Behörden eine rasche Aufklärung und die Bestrafung der Täter. Mehrere Familien in Guatemala haben DNA-Proben zur Verfügung gestellt, um bei der Identifizierung zu helfen. Derweil appellieren Kirche und Menschenrechtsorganisationen an die mexikanische Regierung – und damit indirekt an die Vereinigten Staaten –, die Sicherheit der Migranten zu gewährleisten.

Trotz verschärfter Grenzkontrollen in Südmexiko gelangen jeden Monat Tausende Migranten aus Zentralamerika über die Grenze nach Mexiko. Die meisten versuchen, in die Vereinigten Staaten zu gelangen. Viele werden auf ihrem Weg durch Mexiko Opfer der Gewalt von kriminellen Banden. Mexikos Innenministerin Olga Sánchez sagte vergangene Woche, das Massaker in Tamaulipas werde nicht unbestraft bleiben. Es werde kein zweites „San Fernando“ geben. Sie bezog sich dabei auf ein Massaker an 72 Migranten im Jahr 2010 durch Angehörige des Kartells Los Zetas. Hinter der Ermordung der 19 nun gefundenen Opfer wird indes das Kartell des Nordostens vermutet, das im Konflikt mit dem Sinaloa-Kartell steht und als eine der gewalttätigsten Organisationen in Mexiko gilt.

QUELLE

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