Digital

Ist uns lieb und teuer

Teuer und gut geht eigentlich immer. Dass man von einem hochpreisigen Produkt maßlos enttäuscht wird, kommt seltener vor als der umgekehrte Fall, wenn das vermeintliche Schnäppchen letztlich nur billig und damit ein Flop ist. Folglich könnte die Maxime für das neue Jahr darin bestehen, bitte mehr Geld auszugeben. Es lohnt sich.

Den Anfang macht ein Notebook von Asus, das mit seinem markanten Design Akzente setzt. Wir haben das Zenbook Flip S mit der Produktnummer UX 371 einige Zeit ausprobiert. Der taiwanesische Hersteller spricht von einem Edge-Design, und damit sind nicht nur farblich abgesetzte Kanten gemeint, sondern insgesamt eine Formsprache, die auf Ausdruck und Klarheit setzt.

Das Gehäuse besteht aus Kunststoff und einer Aluminiumlegierung, es wirkt stabil und verwindungssteif, obwohl es nur 1,4 Zentimeter hoch ist. Die schwarze Hauptfarbe wird ergänzt um kupferfarbene Akzente an den Rändern. Das Bildschirm-Scharnier setzt auf das Lift-Design, das bedeutet: mit dem Aufklappen hebt sich die Tastatur ein wenig. Der Bildschirm lässt sich komplett nach hinten klappen, um das Notebook im Tablet-Modus zu verwenden. Seitlich sind die Bildschirmränder sehr schmal, die Unterseite hingegen ziert ein vollkommen überflüssiger breiter Balken.

Die Anzeige hat es jedoch in sich: Es handelt sich um ein 4K-Oled-Display mit einer Auflösung von 3840 × 2160 Pixel, kräftigen Farben, hohen Kontrasten und HDR-Fähigkeit. Die Helligkeit ist mittelmäßig. Videos schaut man indes gern mit diesem Notebook. Die 13,3-Zoll-Anzeige ist berührungsempfindlich, so dass man auch mit dem beiliegenden Stift arbeiten kann. Leider spiegelt sie stark.

Ferner gibt es einen vollwertigen HDMI-Ausgang

Erfreulicherweise bringt das Asus das neue WiFi 6 und das ebenfalls aktuelle Bluetooth 5 mit. Links liegen zwei USB-Typ-C-Anschlüsse, die Thunderbolt 4 und Datenraten bis 40 Gigabit in der Sekunde unterstützen. Ferner gibt es einen vollwertigen HDMI-Ausgang. Auf der rechten Seite liegt eine herkömmliche USB-A-Buchse. Einen analogen Klinkenstecker für Audio-Headsets hat das Notebook nicht, auch fehlt ein biometrischer Fingerabdrucksensor.

Die Akkulaufzeit gibt der Hersteller mit bis zu 10 Stunden an, im Praxiseinsatz blieb das Zenbook jedoch deutlich darunter, was auch dem guten Oled-Bildschirm geschuldet ist. Man kann mit verschiedenen Energiesparmodi experimentieren, bei der Einstellung für eine lange Laufzeit arbeitet das Gerät meist nahezu lautlos. Mit einem Gewicht von 1,2 Kilogramm ist der Kandidat sogar leichter als ein Macbook Air. Man staunt.

Was nicht zu diesem sonst hochwertigen Gerät passt: Windows 10 ist nur in der Home-Version aufgespielt, und statt des hochwertigen Virenschutzes von Microsoft kommt ein Paket von McAfee zum Einsatz, das man als Erstes deinstallieren sollte. Davon einmal abgesehen, ist dieses Zenbook mit einem Preis von 2500 Euro ein interessanter Rivale in der Oberklasse.

QUELLE

Related Articles

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Back to top button