Wirtschaft

Auto-Industrie: Das Problem mit den Plug-Ins

Heute will der Verband der Automobilindustrie (VDA) einen Ausblick auf die wichtigen Themen im Jahr 2021 geben.

Die Shutdowns der vergangenen zehn Monate haben den deutschen Automarkt im Vorjahr um fast 20 Prozent einbrechen lassen. VDA-Präsidentin Hildegard Müller geht zwar davon aus, dass sich die Branche in diesem Jahr etwas erholen werde – aber “dennoch dürfte das sehr starke Vor-Corona-Niveau vorerst nicht erreicht werden”, so Müller. 2019 hatte es gut 3,6 Millionen Pkw-Neuzulassungen in Deutschland gegeben, 2020 waren es rund 2,9 Millionen.

Besonders Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge erlebten 2020 einen Boom. 18,1 Prozent der neu zugelassenen Fahrzeuge haben einen Hybridantrieb, reine Elektro-Autos liegen bei 6,7 Prozent der Neuzulassungen.

Kritik: Plug-In-Hybride nutzen überwiegend Verbrennungsmotor

Insbesondere an den sogenannten Plug-In-Hybriden gibt es aber auch Kritik: Eine Studie des Instituts für Energie- und Umweltforschung (ifeu) im Auftrag des Bundesumweltministeriums hatte ergeben, dass große Plug-in-Hybridfahrzeuge die wichtigsten Treiber des Elektro-Booms sind. Diese Autos sind laut Studie zu mehr als drei Viertel als Firmenwagen zugelassen und nutzen im täglichen Betrieb in der Regel überwiegend den Verbrennungsmotor. Deshalb stoßen sie nach Angaben von ifeu erheblich mehr CO2 aus als für die Berechnungen der deutschen Treibhausgasemissionen im Jahr 2030 bisher angenommen wurde.

Der VDA verteidigte den Plug-In-Hybrid gegen die Kritik. Es sei “falsch, diese Antriebsart schlechtzureden”, so VDA-Chefin Müller. “Plug-in-Hybride leisten nachweislich einen wichtigen Beitrag zu effektivem Klimaschutz.”

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